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LEK - Projektablauf

Vorgeschichte

Bereits im Jahr 2002 diskutierte der Gemeinderat Knonau die Erstellung eines Landschaftsentwicklungskonzepts. Auf die konkrete Einleitung der Projektarbeiten wurde aber aus verschiedenen Gründen noch verzichtet. Im Jahr 2003 initialisierte eine Gruppe von interessierten Landwirten die Erstellung eines Vernetzungsprojekts gemäss ÖQV für das rund 177 ha grosse Gebiet Haselbach-Uttenberg (Perimeter vgl. Abb. 1).

Anfangs 2007 nahm der Gemeinderat Knonau die Initiative zur Erstellung eines LEK wieder auf, motiviert vor allem durch folgende Sachverhalte und Ziele:

Das starke Bevölkerungswachstum und die damit verbundene Bautätigkeit erfordert von der Gemeinde grosse Anstrengungen für die Integration der Neuzuzüger in die Dorfgemeinschaft und die schonende Eingliederung neuer Bauten in das noch weitgehend intakte Dorf- und Landschaftsbild. So geht die Zielvorstelllung des Räumlichen Entwicklungskonzepts Knonaueramt der ZPK für Knonau bis ca. 2030 von einer Einwohnerzahl von 2400 Personen und ca. 400 Arbeitsplätzen aus. Der Gemeinderat erachtet daher die Evaluation und Prüfung von Ideen und Vorschlägen zur künftigen räumlichen Entwicklung und Gestaltung des Dorf- und Landschaftsbildes der Gemeinde als zentral. Die Qualitäten und die Attraktivität Knonaus als Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum sollen erhalten und aktiv gefördert werden.

Die schöne, abwechslungsreiche Landschaft stellt einerseits für die ansässige Bevölkerung wertvolle Naherholungsräume direkt vor der Haustüre zur Verfügung, andererseits werden verschiedene Räume wie das Tälchen entlang dem Gruenholzbach bis zum Steinhuser Weiher, die Gebiete Baaregg, Vorder- und Hinteruttenberg, Rebberg und am Haselbach zunehmend auch von Erholungssuchenden aus Nachbargemeinden und aus den Nachbarkantonen (Zug/Aargau) als Erholungsräume rege genutzt. Damit verbunden sind Immissionen auf landwirtschaftliche Nutzflächen, zunehmender motorisierter Verkehr auf dem vorhandenen Wegnetz und ungelenkte Nutzung von Wald- und Kulturflächen durch Picknicker, Hundetouristen usw. Zur Lenkung der Erholungsnutzung sind mindestens in Teilräumen des Gemeindegebietes geeignete Massnahmen abzuklären und einzuleiten. Ebenso ist das Bedürfnis nach allfällig zusätzlichen Erholungsinfrastrukturen zu diskutieren.

Der Erhalt einer innovativen, multifunktionalen Landwirtschaft stellt für den Gemeinderat ein wichtiges Ziel dar. Mehrere lokale Betriebe vermarkten Produkte wie Obst und Fleisch direkt ab Hof. Das LEK soll dazu dienen, die Dienstleistungen der kommunalen Landwirtschaft breiter bekannt zu machen und die Wertschätzung in der Bevölkerung dafür zu fördern.

Mit einem Vernetzungsprojekt gemäss ÖQV sollen zudem die Leistungen der Landwirte zur Förderung der naturkundlichen und landschaftlichen Vielfalt im Rahmen des ökologischen Ausgleichs gezielt gelenkt und unterstützt werden. Die Evaluation von Vernetzungsanliegen und -bedürfnissen spielt zudem auch bei der weiteren baulichen und verkehrstechnischen Entwicklung von Knonau eine wichtige Rolle. 

2. Etappe (Vernetzungsprojekt gemäss ÖQV) - Herbst 2007 - Frühling 2009

Das LEK (Landschaftsent-wicklungskonzept) wird in die zweite Phase überführt (2014 bis 2020). Mit den im LEK bereits involvierten und auch neu interessierten Landwirten wurden bereits Vereinbarungen für die zweite Phase ausgearbeitet. Der nun vorliegende Bericht wurde durch den Gemeinderat zu Handen der Baudirektion genehmigt. Das Konzept ist gut aufgestellt und ist sehr wertvoll für die Gemeinde.

1. Etappe (Vernetzungsprojekt gemäss ÖQV) - Herbst 2007 - Frühling 2009

In der 1. Etappe stand die Behandlung der Themen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fliessgewässer und Natur und Landschaft im Rahmen eines Vernetzungsprojekts gemäss ÖQV im Vordergrund. Das Vernetzungsprojekt beinhaltet neben Vorschlägen zur gezielten Anordnung und Vernetzung sowie Qualitätsförderung von ökologischen Ausgleichsflächen auch verschiedene weitere Anregungen für die ökologische und ästhetische Aufwertung der Landschaft in Knonau. Das Vernetzungsprojekt wurde vom Kanton mit Verfügung Nr. 9043 vom 13. Juli 2009 genehmigt. Gemäss Absprache mit dem Kanton, wird das laufende Vernetzungsprojekt Haselbach-Uttenberg bis Ende 2009 noch als eigenes Projekt mit den bisherigen Ansätzen und Anforderungen weitergeführt. Ab 2010 wird es in das Vernetzungsprojekt der 1. Etappe LEK integriert und läuft gemeinsam mit diesem bis Ende 2014. Die Resultate der 1. Etappe LEK sind in einem separaten Bericht und den Plänen „ Grundlagenplan Natur und Landschaft, Erholung" und „Plan Soll-Zustand Natur + Landschaft" zusammengestellt. 

 2. Etappe (Öffentlichkeitsarbeit, Aufwertung Landschaft) - März 2010 bis...

Im März 2010 wurde der Massnahmenplan 2. Etappe durch den Kanton (ALN) genehmigt und der Knonauer Bevölkerung vorgestellt. Inzwischen hat die LEK-Kommission verschiedene Projekte verabschieden können:

  • Erhalt bzw. Sanierung der beiden Trockenmauern in der Baaregg
  • Setzen einer Eiche beim Findling
  • Informationsveranstaltung zur künftigen Pflege der Bachufer
  • Rundgang am Aegelsee mit Informationen zur Pflanzen- und Tierwelt
  • Aufwertung der Grünfläche im Grund durch die Heckenbepflanzung mit Alpenjohannisbeeren
  • Platzieren von zusätzlichen Robidogs und Sitzbänken

Erfreulicherweise durften die Besitzer der Hochstammbaumanlage in der Baaregg im Jahr 2010 den 3. Preis des "Förderpreises für Natur-und Landschaftsschutz im Knonauer Amt" entgegen nehmen. 

Zur Zeit ist eine Broschüre in Bearbeitung, welche auf eine einfache Art aufzeigt, wo sich in unserer Gemeinde historische Gebäude, Freizeitanlagen, Aussichtspunkte, wertvolle Natur- und Landschaftsgebiete befinden. Die Broschüre"Entdecke Knonau" wird allen Neuzuzügern und Interessierten abgegeben.