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LEK

Die Gemeinde Knonau ist eine von insgesamt 3 Gemeinden, welche seinerzeit das LEK (Landschaftsentwicklungskozept) eingeführt hat. Für das kommunale LEK wurde die LEK-Kommission einberufen (Projektablauf). Ein LEK befasst sich mit der gesamten Landschaft, also dem landwirtschaftlichen Kulturland, dem Wald, den Gewässern und dem Siedlungsraum. In einem LEK sind alle landschaftsprägenden Nutzungen situationsgerecht einbezogen: die Landwirtschaft, die Waldwirtschaft, die Erholungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten sowie das Leben einheimischer Pflanzen und Tiere. Das LEK koordiniert die vielschichtigen Anforderungen und dient als Plattform, um Ideen für die Zukunft der Landschaft zu entwickeln. Es zeigt Möglichkeiten, wie die Landschaft nachhaltig genutzt, sowie ökologisch und gestalterisch aufgewertet werden kann. Die Ziele, Massnahmen und  Umsetzungsmöglichkeiten werden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aller Bereiche erarbeitet.  

Neben den neuesten Mitteilungen des LEK (siehe unten) finden Sie auch interessante Mitteilungen früherer LEK-Aktivitäten.


"Rundgang Risi Kieswerk" vom 13. Mai 2017

Am 13. Mai 2017 hat die LEK-Kommission zu einem Rundgang im Gebiet des Kieswerkes "Risi" eingeladen. Nebst den betrieblichen Einrichtungen des Kieswerkes wurden die Interessierten Teilnehmer auch über die Flora und Fauna auf dem Gebiet des Kieswerkes orientiert und informiert.

Hier geht's zum Artikel vom Anzeiger Bezirk Affoltern


"Vo Bur zu Bur", Veranstaltung vom 4. Juni 2016 (Artikel Anzeiger Bezirk Affoltern)

Die LEK-Kommission hat unter der Leitung von Marianne Mühl, Präsidentin der LEK-Kommission der Gemeinde Knonau am 4. Juni 2016 den Rundgang „vo Buur zu Buur“ für die Bevölkerung organisiert. Rund 40 Teilnehmer, Gross und Klein, waren meist mit dem eigenen Fahrrad unterwegs. Die Nichtvelofahrer konnten den Fahrdienst der Feuerwehr Knonau in Anspruch nehmen. Der Rundgang führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Landwirtschaftsbetrieben von Kathrin und Lukas Frei, der Familie Duperrex und am Schluss zu Caroline und Martin Röthlisberger. Alle haben  zu Ihren verschiedenen Produktionszweigen einen Einblick in die heutigen Landwirtschaftsbetriebe gegeben. Der Holunderanbau, Erhalt von raren Obstsorten, Spargelanbau, die Kalbermast, moderne Milchproduktion mit Melk-Roboter, Mutterkuhhaltung und am Schluss das Stallkafi von Caroline und Martin Röthlisberger zeigten auf wie, innovativ und flexibel ein rentabler Landwirtschaftsbetrieb heute betrieben werden muss. Allen wurde klar, dass die heutigen Landwirtinnen und Landwirte gleichzeitig auch Unternehmerinnen und Unternehmer sind. Gestärkt mit selber produzierten Köstlichkeiten haben alle Teilnehmer den aufschlussreichen Beiträgen interessiert zugehört. Die Kleinen haben sich für die verschiedenen Tiere interessiert und sind so meist ihre eigenen Wege gegangen. Michel d’Hollosy, LEK-Kommissionsmitglied und Ornithologe hat anhand von verschiedenen Vogelnestern eine kurze Einführung in die Vogelwelt geben können. Beim gemütlichen Kaffee und Kuchen ist ein sehr interessanter und lehrreicher Tag zu Ende gegangen. Die LEK-Kommission dankt allen Beteiligten für Ihr grosse Engagement und den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Interesse. Das Ziel der LEK-Kommission, die Landwirtschaft der Bevölkerung näher zu bringen und Verständnis zu schaffen, konnte erreicht werden.


Workshop „Hausgarten auf den Winter vorbereiten“ vom 17. Oktober 2015

Die LEK-Kommission hat am 17. Oktober zum Workshop „Hausgarten auf den Winter vorbereiten“ im Garten von Annelis und Peter Scheidegger eingeladen. Die Naturgartenspezialisten Mario Mastel mit seinen Helfern Günther und Pascal haben auf spannende Weise erklärt und gezeigt, wie Grüngut, Laub, Unkraut usw. im eigenen Garten verwertet werden kann. Dadurch können Boden, Sträucher sowie Kleinlebewesen profitieren und, mit einem Augenzwinkern meint Mario, kann die Gemeinde Entsorgungskosten sparen. Nachfolgend eine kleine Auswahl von Ideen:

Gleich zu Beginn zeigte Mario Mastel wie praktisch ein natürlicher Laubkübel sein kann: In ein Loch von ca. 50cm Tiefe und Durchmesser wird das zusammengewischte Laub eingebracht. Zwischendurch wird dieses kräftig niedergestampft, sodass eine ganze Menge Platz hat, Überwinterungsschutz für Kleinlebewesen bildet und im Frühling zersetzt sein wird. Eine einfache Lösung für das viele Laub, wel-ches vom Rasen möglichst entfernt werden sollte, da sonst der Boden modrig werden kann. Günther zeigt, wie aus abgeschnittenen Ästen eine Astkugel entsteht. Drei bis vier Äste werden mit etwas Geschick zu Ringen geformt und danach zu einer Kugel verbunden. Durch dieses Gerüst werden weitere Zweige geflochten, sodass eine dicht geflochtene Kugel entsteht, welche mit Laub gefüllt werden kann. Die Kugel wirkt in einem Baum aufgehängt sehr dekorativ, bildet für Kleinlebewesen ein Überwinte-rungsplatz und für uns Menschen spannende Momente beim beobachten. Wie ein Wollknäuel gewickelt wird, genauso entsteht die Jätkugel abwechselnd geformt aus Gejät und umwickelt mit z.B. Winden oder Efeu. Die Kugeln können in eine Hecke oder unter Sträucher gelegt werden, wo sie sich zersetzen. Alle TeilnehmerInnen haben kräftig angepackt, fleissig gewickelt, geformt, geschnitten und Laub ge-wischt. Bei einer gemütlichen Stärkung und einer regen Diskussion haben die drei Naturfachmänner unermüdlich Fragen beantwortet, sodass alle TeilnehmerInnen die vielen Anregungen im eigenen Gar-ten umsetzen können.


Publikation Anzeiger vom 28. März 2014

Entwicklungshilfe für Gebäudebrüter in Knonau....

Die LEK- Kommission unter der Leitung von Marianne Mühl hat sich um die nachhaltige Entwicklung und ökologische Aufwertung der Landschaft zum Ziel gesetzt. Dieses Jahr liegt der Fokus auf an und in Gebäude brütenden Vögeln. Die Orniplan hatte den Auftrag, die aktuelle Situation der Gebäudebrüter zu eruieren und entsprechende Massnahmen zu deren Schutz und Förderung vorzuschlagen. Rauchschwalben, Schleiereulen und Turmfalken sind in Anbetracht der Reviergrösse gut vertreten. Mauersegler und Mehlschwalben sind jedoch selten und brüten nur an wenigen Standorten in der Gemeinde Knonau. Entsprechend geeignete Standorte zur Aufwertung des Lebensraumes dieser beiden Vogelarten wurden gesucht und die entsprechenden Nisthilfen konnten im März 2014 nun angebracht werden.


Die LEK- Kommission dankt ganz besonders der Primarschule, welche unter der Leitung von Christine Steckner im Werkunterricht mit viel Begeisterung und Elan die Nisthilfen für die Mauersegler angefertigt haben. Natürlich geht der Dank auch an die Hauseigentümer, welche der Gemeinde erlaubt haben, Nistkästen an den Gebäuden anzubringen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Nistkästen bei den Vögeln auf reges Interesse stossen werden.


Bericht des "Anzeigers" vom 19. Februar 2013 über die Informationsveranstaltung vom 14. März 2013, "Schwalben- und Segler - Ein Leben in der Luft"

Was kann Knonau für Schwalben und Segler tun? Um das ging es an der Informationsveranstaltung.

Ideen entwickeln und umsetzen, wie die Landschaft nachhaltig genutzt und ökologisch und gestalterisch aufgewertet werden kann. Das ist im Kern die Aufgabe der Kommission Landschaftsentwicklungskonzept (LEK). Ihr gehören Vertreter verschiedener Interessensgruppen an. Neben dem fortlaufenden Vernetzungsprojekt formuliert das LEK jährlich ein Ziel und wird bei der Umsetzung von der Gemeinde finanziell unterstützt. So wurden in den vergangenen Jahren etwa die beiden Trockenmauern in der Baaregg saniert und es entstand ein Wanderweg vom Bäckental ins Altgrüt.

Dieses Jahr rücken nur Vögel in den Fokus, genauer: seltene Gebäudebrüter etwa die Mehlschwalbe und der Mauersegler. Die Artenvielfalt in Knonau sei durchschnittlich, verrät Biologin Yvonne Schwarzenbach von Orniplan, die das Projekt mit ihrem Fachwissen unterstützt.
Die Infoveranstaltung wird "Ein Leben in der Luft" genannt. Trinken, Fressen, Paarung - tätsächlich spielt sich etwa für den Mauersegler fast das ganze Leben in der Luft ab. Fast, denn für das Eierlegen brauchen auch die Luftakrobaten Bodenkontakt. Mauersegler suchen hoch gelegene Nischen mit freiem Anflug, Rauchschwalben brüten gerne in Ställen, Mehrschwalben an hellen Fassaden unter dem Vordach. Alle Arten sind in der kräftezehrenden Brutzeit auf proteinreiche Nahrung angewiesen.

Wie lassen sich die Sommergäste gezielt unterstützen? Mit Nistenhilfen am richtigen Ort und einem blütenreichen Garten. Herrscht Artenvielfalt, so finden die Insektenfresser nämlich auch genügend Nahrung. Weiter wird empfohlen, allfällige Fassadenarbeiten auf ausserhalb der Brutzeit zu verlegen. In Knonau geht es nun darum, geeignete Standorte für Nisthilfen zu suchen, primär Scheunen, allenfalls komme auch der Kirchturm oder das Schulhaus infrage. Allein mit dem Erstellen von Bruthilfen ist die Arbeit allerdings noch lange nicht getan. Die Nistkästen sollten jährlich gereinigt werden. Es empfiehlt sich deshalb, für die Montage gut zugängliche Stellen zu wählen und Verantwortliche festzulegen, die sich darum kümmern. Schön wäre es eine Gruppe zu gründen, deren Mitglieder diese Aufgabe in freiwilliger Arbeit übernehmen. Für Massnahmen, die noch dieses Jahr greifen, reicht die Zeit sicher nicht mehr, denn die Zugvögel kommen in absehbarer Zeit aus ihrem Winterquartier in Afrika zurück. Die LEK-Kommission will deshalb im Herbst aktiv werden, um für die nächste Anflug-Saison bereit zu sein.

Über helle Bäuche und Mäusefänger

Wie lassen sich Schwalben und Segler im Flug unterscheiden? Der Bauch der Schwalbe ist hell, im Gegensatz zu jenem des Seglers. In Knonau gibt es noch zwei weitere schützenswerte Vogelarten, welche hier heimisch sind. Der Turmfalke und die Schleiereule. Beide fühlen sich am höchstmöglichen Ort wohl, nutzen gerne Sitzwarten und machen Jagd auf Mäuse.

Macht es Sinn, Vögel im Winter zu füttern? Nein, sie brauchen unsere Nahrung im Winter nicht.


Waldohreule in Knonau

Andreas Gürtler hat im Gebiet "Margel" eine Waldohreule gesichtet und stellt uns netterweise seine Fotos zur Verfügung.


 

Der Waldrapp zu Besuch in Knonau

Auch der Waldrapp hat den vielseitingen Nutzen von Trockenmauern entdeckt. Gerne zeigen wir Ihnen die Fotos dieses "Flüchtlings", auch genannt "Shorty". Gemacht wurden die Fotos in der Baaregg/Buechhof am 28. Januar 2013. Besten Dank an die Familie Gut.